INÈGGLUÈGD

Thé Dansant zur «Blauen Stunde»

Wenn sich der Nachmittag in den Abend neigt, ist Zeit für «Blaue Stunde» mit Tanz und Tee in der Alterssiedlung Riedsunnä in Stansstad: Im März und im November kommen die «Taxi Dancers» aufs Parkett. Die professionellen Tänzer um Robert Zanolli schwingen mit den Bewohner*innen das Tanzbein, während Riedsunnä-Bewohner Max Hermann live die passende Musik spielt. Tee, Kaffee, Süssgebäck und ein Glas Wein dürfen nicht fehlen. Doch «Thé Dansant» ist mehr und offen für alle: Geist und Seele sind beschwingt unterwegs, denn Tanzen ist nachweislich die beste Medizin und hält gerade im Alter gesund. Kopf, Hand und Herz: Alle Sinne werden beim Tanzen ange- regt.
«Thé Dansant» zur Blauen Stunde wird jeweils von 12 bis 16 Personen besucht. 2019 hat sich auch die katholische Kirchgemeinde Stansstad diesem reformierten Projekt angeschlossen, das seit 2017 von der Alterssiedlung Riedsunnä unterstützt wird. Am 4. März findet der Anlass ausnahmsweise im Oeki statt – von 14.30 bis 17 Uhr, Kirchmatte 12 in Stansstad.

Dominik Flüeler

Nichts mehr voorig im «Voorigs»

Wo aus unverkäuflichen Lebensmitteln ein gemeinschaftliches Essen wird: «Voorigs». Aufgrund des Umbaus im Chäslager trafen sich vom Frühling bis Herbst 2019 jeden Dienstag um 19 Uhr Männer, Frauen und Kinder in der reformierten Kirche Stans zum gemeinsamen Abendessen. Einmal die Woche wurde zusammen gekocht, gegessen, abgewaschen, gelacht, geredet und wichtiges Privates und gesellschaftlich Relevantes ausgetauscht – bis Mitte Oktober. Dann machte «Voorigs» drei Wochen Pause und zog von der reformierten Kirche wieder zurück ins mittlerweile umgebaute Chäslager in der Rosenburg, wo es am Dienstag, 12. November, weiter ging.

Freiwillige machen dies möglich. Sie holen Produkte vom Bauernhof Wydacher in Oberdorf, im Stanser Bioladen Spycher und beim Christen Beck Stans, die an demselben Tag nicht mehr verkauft werden können und gratis zur Verfügung gestellt werden. Die Räumlichkeiten und Infrastruktur im Chäslager und in der reformierten Kirche Stans können kostenlos genutzt werden.

Weitere Freiwllige kochen in einem jeweils definierten Küchenteam ab 17.30 Uhr. Jetzt heisst es: Was wurde geliefert, was können wir kochen, welche Gewürze und Zutaten brauchen wir? Was ist vorhanden? Suppen, Salate, warme und kalte Kreationen, Dessert aller Art entstehen. Um 19 Uhr steht das Essen auf dem Tisch, weitere Menschen aus Nidwalden nehmen Platz und bedienen sich, essen miteinander – kostenlos. Nichts bleibt übrig oder wird mit nach Hause genommen – Voorigs eben.

Silke Petermann und Thomas Vaszary

Voorigs
jeden dienstags 19 Uhr im Chäslager Stans
www.voorigs.ch

 

Abendmeditation in Hergiswil

Einmal monatlich an einem Sams­tagabend lädt Pfarrer Ulrich Winkler zu einer Meditation ein, um 19 Uhr im Pavillon neben der reformierten Kirche. Die Teilnehmenden werden bei ihrem Eintreffen von leiser Mu­sik empfangen. Während der etwa einstündigen Meditation wird nicht mit geschlossen Augen geschwie­gen, sondern in wechselseitiger Wahrnehmung mit wachen Sinnen über ein Thema gesprochen, das von den Teilnehmenden spontan ge­wählt wird.

Der Verlauf des Gesprächs ist nicht vor­hersehbar. Es ist die Freude am Empor­heben des Bewusstseins, durch die das meist humorvolle und liebevolle Ge­spräch zur Meditation wird.

Lebenskraft fliesst ein und wird nicht durch Dis­kussion verbraucht. Die Teilnehmen­ den gehen nicht ermüdet, sondern gestärkt wieder auseinander.

Ulrich Winkler

Abendmeditation
einmal monatlich samstags um 19 Uhr im Pavillon der ref. Kirche Hergiswil

Stricken von Buochs bis zum Nil

«Es ist schön zu hören, dass die Kinder vor Freude hüpfen und tanzen, wenn sie unsere Stricksachen erhalten», erzählt Trudy Blättler aus Buochs. Seit über dreissig Jahren ist sie dabei und leitet heute die Strickgruppe für die «Mission am Nil».

«Seelewärmerli» alle zwei Wochen
Freude erfahren nicht nur die Kinder und deren Eltern. Auch den Strickfrauen macht die Arbeit Spass. Alle 14 Tage treffen sie sich montags im Pfarrhaus. Sie sitzen rund um einen grossen Tisch und geniessen das Zusammensein. Die Frauen plaudern über das Dorfgeschehen, tauschen Gedan- ken aus und dürfen auch mal das Herz vor den anderen ausschüt- ten, wenn sie der Kummer plagt, während beim leisen Klappern der Nadeln allerlei bunte Seelenwärmerli, Pullöverli, Mützen, Socken, Decken und andere Strick- und Häkelarbeiten aus ihren flinken Händen hervorgehen. In der wohlverdienten Pause gibt‘s Kaffee und Kuchen.

Die «Lismergruppe», wie sie auch genannt wird, besteht aus 18 Frauen im Alter zwischen 40 und über 80 Jahren. Unterstützt wird sie durch den Evangelisch-Reformierten Frauenverein und die Kantonalkirche Nidwalden.

Freude hüben wie drüben
Die liebevoll gefertigten Strickwaren werden im vollbepackten Auto nach Mettmenstetten ins Mis- sionshaus «Güetli» gebracht, von wo aus sie zusammen mit den anderen Hilfsgütern zu den Stationen der «Mission am Nil International» (MN) gelangen. Die christliche Hilfsorganisation wurde 1900 gegründet und hat ihre Wurzeln in der evangelisch-reformierten Landeskirche. Heute erstreckt sich ihre Tätigkeit auf Ägypten, Äthiopien, Eritrea, Demokratische Republik Kongo, Sudan und Tansania. Mit Projekten für Bildung, Ernährung, Gesundheit und Frieden setzt sich die MN dafür ein, dass die Lebensbedingungen be- nachteiligter Menschen nachhaltig verbessert werden.

Das Stricken für die Mission bewirkt bei den Empfänger*innen wie auch bei den Spender*innen und Spendern viel Freude. «Das Menschliche ist das Schönste daran», meint Trudy Blättler lächelnd und ist stolz darauf, dass die «Lismergruppe» in Buochs so gut funktioniert – «seelenwärmend» im wahrsten Sinne des Wortes.

Heinz Brauchart

Stricknachmittag
alle 14 Tage montags von 14 bis 17 Uhr im Kirchgemeindesaal des Pfarrhauses Buochs am Strandweg 2.
Neue «Lismer*innen» und Wollspenden sind jederzeit willkommen: Trudy Blättler 041 620 22 81

 

Deutschtreff in Hergiswil

Die Sprache eines Landes sprechen und schreiben zu können, ist für Migrant*innen sehr wichtig. In Hergiswil besteht seit etwas mehr als einem Jahr ein Deutschtreff im Pavillon der reformierten Kirche. Das Angebot wurde vom Bistro Interculturel in Stans initiiert. Es wird im Moment vorwiegend von Frauen aus Syrien und Eritrea genutzt. Ein Team von Freiwilligen unter der Leitung von Josef und Marianne Blättler übt mit den Frauen jeden Dienstag während zwei Stunden Grammatik und Aussprache. Es ist berührend zu erleben, wie engagiert sich die Frauen mit unserer Sprache und Kultur auseinandersetzen. Sie möchten in jeder Hinsicht ankommen in ihrer neuen Heimat und geben auch uns die Möglichkeit unseren Horizont zu erweitern.

Johanna Tschumi

Deutsch-Treff für Asylsuchende
Hergiswil: dienstags 9-11 Uhr im Pavillon bei der ref. Kirche
Stans: dienstags 15-17 Uhr im Kaffee Maitri, St. Klararain 1
Stans: mittwochs 19-21 Uhr und freitags 18-20 Uhr in der Berufsschule, Robert-Durrer-Strasse 4
www.bistro-interculturel.ch